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Fortbildung mongolischer Saatgutfachkräfte in Deutschland

Die Förderung der Saatgutwirtschaft wird seitens der mongolischen Projektpartner, wie z.B. dem MELL und dem IPAS, als eine prioritäre Aufgabe zur Entwicklung des mongolischen Ackerbaus gesehen. Sowohl das MELL als auch landwirtschaftliche Betriebe und Forschungseinrichtungen sind bestrebt, die Saatgutvermehrung in den verschiedenen Ackerbauregionen der Mongolei zu fördern. Auf diesem Gebiet kooperiert das DMKNL mit mongolischen und deutschen Projektpartnern wie dem Institut für Pflanzenbau und Agrarwissenschaften in Darkhan (IPAS) und dem deutschen Bundessortenamt (BSA).

Das DMKNL leistet durch Beratungsleistungen und Schulungen einen Beitrag, die fachliche Qualifikation der mongolischen Saatgutfachkräfte zu verbessern. Zur Zielgruppe der verschiedenen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zählen insbesondere Saatgutfachkräfte des IPAS, welche für die Züchtung, Saat- bzw. Pflanzgutvermehrung, Sortenprüfung und Feldinspektionen verantwortlich sind. 2017 und 2018 organisierte das DMKNL in Kooperation mit dem Bundessortenamt Fortbildungen zur Sortenprüfung und -zulassung in Deutschland.

Vom 17.06. - 28.06.2018 nahm Herr Nyamgerel Khashbaatar, Leiter des IPAS Kartoffelzuchtprogramms an einer mehrtägigen Fortbildung zum Thema „Register- und Wertprüfung von Pflanzkartoffelsorten“ teil. Die Schulung fand u. a. an der Sortenprüfstelle des Bundessortenamtes in Magdeburg statt, sowie an der Hauptgeschäftsstelle des Bundessortenamtes in Hannover.
Im Rahmen der Fortbildung hatte Herr Nyamgerel ferner Gelegenheit das Julius-Kühn-Institut (JKI) sowie auch die Kartoffelsortimente des IPK (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung) in Groß-Lüsewitz zu besuchen. Das JKI ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland. Es gehört als selbständige Bundesoberbehörde zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die IPK Genbank leistet einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung des Aussterbens von Kulturpflanzen und von mit ihnen verwandten Wildarten. Hier erfolgen die Sammlung, Erhaltung, Charakterisierung, Evaluierung und Dokumentation pflanzengenetischer Ressourcen.

Weiterhin besuchte Herr Nyamgerel die Kartoffelzucht- und vermehrungsunternehmen NORIKA GmbH am Standort Groß-Lüsewitz sowie die Europlant GmbH am Standort Lüneburg/Ebstorf und erhielt eindrucksvolle Einblicke in die Züchtungsarbeit und Leistungsfähigkeit der beiden Unternehmen. In den letzten beiden Tagen seiner Reise nahm Herr Nyamgerel an einer Fortbildung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Feldinspektion in Kartoffelvermehrungs-beständen teil. Herr Thiel, Leiter der Anerkennungsstelle für Saat- und Pflanzgut der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen und weitere Mitarbeiter haben Herrn Nyamgerel bei der Schulung und anschließenden Feldbesichtigungen begleitet.

Somit setzte diese Fortbildung einerseits auf Wissens- und Informationstransfer und ermöglichte andererseits den Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen mongolischen und deutschen Experten aus der Saatgutwirtschaft. Für die professionelle Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Fortbildung möchten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternaus den verschiedenen Institutionen und Unternehmen, insbesondere Herrn Dr. Haffke vom BSA und Herrn Thiel, von der LWK Niedersachsen, herzlichst danken.

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