Aprikosen-Clafoutis aus dem Ofen, so bleibt der französische Klassiker besonders locker

Aprikosen-Clafoutis frisch aus dem Ofen, goldbraun gebacken in einer runden Auflaufform, mit Puderzucker bestäubt

Französisches Dessert · Sommerbacken

★★★★★ 4,5 55 min 🕐 Vorbereitung 20 min 🔥 Backen 35 min 📊 Einfach 🔥 280 kcal 🍽 4 Portionen 📅 Juni – August
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Warum dieser Aprikosen-Clafoutis anders ist als jeder Kuchen

Der Aprikosen-Clafoutis ist kein Kuchen im klassischen Sinne, sondern ein gebackener Eierkuchenteig aus dem Limousin, der ohne Backpulver auskommt und seine lockere, cremige Textur allein dem richtigen Verhältnis von Eiern, Milch und Mehl verdankt. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen einem zarten Flan, einem leichten Auflauf und einem dicken Pfannkuchen, immer goldbraun oben, immer weich in der Mitte. Wer die Reihenfolge beim Rühren beachtet und die Backtemperatur kennt, hat diesen französischen Klassiker sicher im Griff.

🥗 Nährwerte (pro Portion)

280 kcalKalorien
8 gEiweiß
9 gFett
40 gKohlenhydrate

🧰 Ausrüstung

  • Runde Auflaufform oder Springform (Ø 24–26 cm)
  • Rührschüssel
  • Schneebesen
  • Feinmaschiges Sieb (für Puderzucker)
  • Backofen mit Ober-/Unterhitze
  • Backpinsel (zum Einfetten)

🛒 Die Zutaten

Für Personen Geschätzte Kosten: · /Person
  • 500 g reife, feste Aprikosen (entsteint, halbiert)
  • 3 Stk. Eier (Größe M)
  • 250 ml Vollmilch
  • 60 g Weizenmehl (Type 405)
  • 80 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 10 g Butter (zum Einfetten der Form)
  • Puderzucker zum Bestäuben (nach Belieben)

👨‍🍳 Zubereitung

Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt

⏱ 10 min Die Zeitangaben in den Schritten sind anklickbare Timer – einfach antippen und der Countdown startet.

  1. Backofen vorheizen. Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (keine Umluft) vorheizen. Die Auflaufform oder Springform (Ø 24–26 cm) gründlich mit Butter einpinseln und leicht mit Zucker ausstreuen. ⏱ 10 min (Aufheizzeit)
  2. Eier aufschlagen und mit Zucker verrühren. Die drei Eier in die Rührschüssel geben, den Zucker und das Salz hinzufügen und mit dem Schneebesen glatt verrühren, bis die Masse hell und leicht schaumig ist. Nicht zu lange schlagen, sonst bekommt der Teig zu viele Luftblasen.
  3. Mehl einarbeiten. Das Mehl nach und nach einsieben und sofort unterrühren. Diese Reihenfolge (erst Eier-Zucker, dann Mehl) verhindert Klumpen und sorgt für einen besonders glatten Teig. Nicht übermixen.
  4. Milch und Vanille einrühren. Die Milch in einem dünnen Strahl einlaufen lassen, dabei kontinuierlich rühren. Vanilleextrakt unterrühren. Der fertige Teig ist dünnflüssig, das ist richtig so.
  5. Aprikosen einlegen. Die Aprikosenhalblinge mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig auf dem Boden der eingefetteten Form verteilen. Den Teig gleichmäßig darübergießen.
  6. Backen. Den Clafoutis auf mittlerer Schiene bei 175 °C Ober-/Unterhitze backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte nur noch leicht wackelt. ⏱ 35 min – nach 30 Minuten erstmals prüfen.
  7. Ruhen lassen und servieren. Den Clafoutis aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten abkühlen lassen. ⏱ 10 min Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Das Rezept auf einen Blick

Ein Aprikosen-Clafoutis ist in knapp einer Stunde fertig: 20 Minuten für den Teig und die Vorbereitung, 35 Minuten Backzeit bei 175 °C Ober-/Unterhitze. Das Ergebnis ist ein goldbrauner, cremig-lockerer Auflauf aus dem Limousin, der ohne Backpulver auskommt und am besten frisch aus dem Ofen genossen wird.

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Aprikosen-Clafoutis – der lockere französische Auflauf für den Sommer
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✨ Mein Clafoutis, drei Jahreszeiten, drei Varianten

Das Grundrezept lässt sich mühelos anpassen, ohne die charakteristische Textur zu verlieren. Für den klassischen Kirsch-Clafoutis aus dem Limousin einfach die Aprikosen durch 500 g entsteinte Kirschen ersetzen. Im Originalrezept lässt man die Kirschen ganz mit Stein – das intensiviert das Aroma, ist aber beim Essen unpraktisch. Mit Mandeln und Lavendel wird der Auflauf eleganter: 30 g gemahlene Mandeln statt eines Teils des Mehls einarbeiten und einen Teelöffel getrockneten Lavendel in die Milch ziehen lassen, dann abseihen. Mit Pfirsichen gelingt eine saftigere Variante, ideal wenn die Aprikosensaison (Juni bis August) vorbei ist. Steinobst generell bevorzugen, weil es beim Backen nicht zu viel Flüssigkeit abgibt.

❄️ Aufbewahrung

Den abgekühlten Clafoutis abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, er hält sich dort gut 2 Tage. Vor dem Servieren kurz bei 150 °C im Ofen aufwärmen (⏱ 8 min), oder kalt genießen – beides ist möglich. Der Clafoutis lässt sich auch am Vortag backen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

🍷 Saison & Begleitung

🍷
Ein gekühlter Muscat d’Alsace oder ein leichter Spätlese-Riesling aus der Pfalz ergänzt den fruchtigen Clafoutis wunderbar. Wer es alkoholfrei mag, passt gut mit einem Aprikosen-Kefir oder einem leichten Holunderblütensirup mit Mineralwasser.

Ideale Saison:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

💡 Tipps und Hinweise für den perfekten Aprikosen-Clafoutis

Warum wird mein Clafoutis zu flüssig oder zu fest?
Das Ei-Mehl-Verhältnis ist entscheidend. Zu wenig Mehl ergibt einen flüssigen, fast nicht stockenden Auflauf. Zu viel Mehl macht ihn gummig und dicht statt cremig. Die richtige Menge für 4 Portionen sind 60 g Mehl auf 3 Eier und 250 ml Milch. Außerdem die Aprikosen nicht zu reif wählen, sie geben sonst zu viel Flüssigkeit ab und weichen den Teig auf.
Braucht ein Clafoutis Backpulver?
Nein, kein Backpulver. Das gehört zur Definition des Clafoutis: Er geht nicht durch Triebmittel auf, sondern durch die Ei-Eiweiß-Bindung beim Backen. Wer Backpulver hinzugibt, bekommt einen anderen Auflauf mit anderer Textur, aber keinen Clafoutis mehr.
Was bedeutet Clafoutis auf Französisch?
Der Begriff stammt vom okzitanischen Verb „clafir“, was so viel bedeutet wie „füllen“ oder „ausfüllen“. Das beschreibt das Prinzip des Gerichts: Früchte werden in eine Form gelegt und mit einem Eierkuchenteig aufgefüllt. Ursprünglich stammt das Rezept aus dem Limousin in Zentralfrankreich, wo es klassisch mit Kirschen zubereitet wird.
Kann man Clafoutis auch kalt essen?
Ja, Clafoutis schmeckt sowohl warm als auch kalt gut. Direkt aus dem Ofen ist er am cremigsten und leichtesten. Kalt aus dem Kühlschrank wird er etwas fester in der Textur, bleibt aber aromatisch. Ein kleiner Klecks Crème fraîche macht ihn auch kalt besonders fein.
Kann man Clafoutis am Vortag vorbereiten?
Ja, der Clafoutis eignet sich gut zum Vorbereiten. Am Vortag backen, abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag entweder kalt servieren oder kurz bei 150 °C im Ofen aufwärmen. Den Teig fertig anrühren und separat kühlstellen geht ebenfalls, er sollte jedoch gut verrührt werden, bevor er in die Form gegossen wird.
Welche Frucht wird traditionell für Clafoutis verwendet?
Die traditionelle Frucht ist die Kirsche, und zwar aus der Region Limousin in Frankreich. Das Originalrezept verwendet Sauerkirschen mit Stein, weil der Kern beim Backen ein nussiges Bittermandelaroma abgibt. Heute sind auch Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen verbreitet – alle sind Steinobst und geben beim Backen nicht zu viel Flüssigkeit ab.

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